Die jüdische Gemeinde Wiens muss bis auf ein kurzes Zwischenspiel seit nunmehr zwei Jahren auf ein koscheres Restaurant verzichten. Das Versprechen, zu Pessach 1998 werde das Restaurant eröffnet, verschiebt sich von Jahr zu Jahr. Nach monatelangem Tauziehen über die Haschgacha und einer schleppenden Ausschreibung ist es im Sommer 1999 letztendlich zu einer äußerst umstrittenen Entscheidung gekommen: Ein Pächter wurde ausgewählt, dessen Qualifikation und Bonität von vornherein in Zweifel stehen. Die Rabbiner Wiens weigerten sich, ihm eine Haschgacha auszustellen. Die Kultusgemeinde ließ dennoch die Arche Noah um 4,8 Millionen Schilling umbauen, um 25 0.000 Schilling wurde ein Kashrut-Anforderungskatalog erstellt, zusätzliche Kosten: Maschgichim für wenige Wochen Restaurantbetrieb 142.000 Schilling. Der Pächter wirft nach zwei Monaten das Handtuch und wird mit 350.000 Schilling abgefertigt. Nun tagt wieder die bewährte Restaurantkommission. Und tagt. Und tagt…..
Das Restaurant: Trejfe le Pessach
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von redaktion

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